Versicherung     –     Beitrag vom 01.10.2020

Lehrerkinder – privat oder gesetzlich krankenversichern?


Wie versichere ich meine Kinder wenn ich verbeamtet bin?


Als Lehrerinnen-Ehemann und Papa dreier toller Kinder standen auch meine Frau und ich selbst bereits vor der Frage, die viele verbeamtete Lehrer*innen umtreibt: Wie sollen wir unsere Kinder krankenversichern?

In Lehrerfamilien finden wir häufig folgende Konstellation vor: ein Partner ist verbeamtet als Lehrer*in und privat krankenversichert, der andere gesetzlich versichert. Sind verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer privat krankenversichert, der Partner infolge eines versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses jedoch gesetzlich, so stellt sich spätestens bei der Verbeamtung oder aber der Geburt des ersten Kindes die Frage, wie das Kind versichert werden soll.

Ist ein Elternteil gesetzlich und einer privat krankenversichert, besteht die Möglichkeit, die gemeinsamen Kinder kostenfrei in die Familienversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung aufzunehmen oder kostenpflichtig privat zu versichern. Es wäre also möglich, die Kinder zu versichern, ohne dass Sie als Eltern hierfür zusätzliche Kosten aufwenden müssten. Damit erscheint die Entscheidung auf den ersten Blick eigentlich klar – oder?

Da war doch was mit der Beihilfe…


Aufgrund des Beihilfenspruches für verbeamtete Lehrer*innen, welcher auch für die dazugehörigen Kinder besteht, sind tatsächlich auch die Beiträge zur privaten Krankenversicherung für Lehrerkinder sehr attraktiv. Für ca. 40€ im Monat bekommt man für sein Kind bereits eine private Krankenversicherung mit hochwertigem Leistungsangebot.

Fragen als Entscheidungshilfe


Gerade für die wichtigsten Menschen im Leben, möchte doch jede Mama und jeder Papa nur das Beste. Was genau das Beste für Ihre Kinder ist, entscheiden Sie selbst.

Welche Fragen wir selbst uns damals stellten, um eine passende Entscheidung für unsere Kinder zu treffen, habe ich im Folgenden für Sie zusammengestellt.


Die Entscheidung


Entscheidend bei der Wahl des richtigen Weges für Sie als Eltern ist, wie wichtig Ihnen der Umfang und die Qualität der medizinischen Versorgung sind. Eine solide medizinische Versorgung gewährleistet in Deutschland selbstverständlich auch die gesetzliche Krankenversicherung. Wenn es an die Wahl der angebotenen medizinischen Produkte, Medikamente und Behandlungsmethode geht, werden die Unterschiede sichtbar.

Wenn Sie die obigen Fragen überwiegend mit „JA“ beantwortet haben, wären Ihre Kinder in der privaten Krankenversicherung richtig aufgehoben. Zwar kostet dies ein paar Euro im Monat, im Ernstfall zeigt sich jedoch schnell, wofür Sie diese investiert haben.

Wie gut eine private Krankenversicherung aufgestellt ist und zu Ihnen als Familie passt, hängt von den einzelnen Versicherungsgesellschaften ab. Hier hat jeder Anbieter unterschiedliche Schwerpunkte.

Welche Unterschiede es gibt und welche Gesellschaft das beste Portfolio aufweist, damit Sie sich mit Ihren Kindern bestens aufgehoben fühlen, zeige ich Ihnen gern. Nehmen Sie gerne mit mir Kontakt auf.

Nachteile?


Hingewiesen werden muss an dieser Stelle allerdings ehrlicherweise auf den Abrechnungsaufwand. Kinder, vor allem kleine Kinder, sind meist schneller und häufiger krank. Während die Abrechnung in der gesetzlichen Krankenversicherung automatisiert direkt bei der Krankenkasse abläuft, müssen Sie all Ihre Arzt-, Medikamenten- und Behandlungsrechnungen bei Ihrer Privaten Krankenversicherung sowie als verbeamtete*r Lehrer*in eben auch bei der Beihilfe zur Abrechnung einreichen. Da die Abrechnung einige Zeit beanspruchen kann, kommen Sie mitunter nicht umhin, die Kosten vorzuschießen.

Auch sollte Ihnen bewusst sein, dass privat versicherte Kinder i.d.R. bis zur Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Ausbildung oder Beschäftigung privat versichert bleiben müssen. Entscheiden Ihre Kinder sich im Anschluss an die Schule für ein regulären Hochschulstudium oder eine schulische Ausbildung, wechseln sie in einen eigenen Tarif. Dieser ist teurer, so das monatlich etwa 90€ +/- an Beitrag einzuplanen sind.

Unserer Erfahrung


Aus unserer Erfahrung heraus, entscheiden sich die meisten Lehrer dafür, ihre Kinder ebenfalls in der privaten Krankenversicherung zu versichern. Da die Gesundheit des eigenen Nachwuchses den meisten Eltern über alles geht, nutzen viele die Chance, ihren Kindern die besonders leistungsstarke und hochwertige Versorgung zur Verfügung zu stellen. Auch ich habe mich dafür entschieden.

Wie bekomme ich Hilfe?


Sie haben keine Idee wie Sie die Auswahl zu einer geeigneten privaten Krankenversicherung für Ihr Kind treffen können, oder haben Fragen? Lassen Sie uns die Vor- und Nachteile an Ihrem persönlichen Beispiel erklären.


Zu mir als Autor
Robert Peukert

Seit nunmehr 17 Jahren bin ich selbstständiger Versicherungs- und Finanzberater sowie Geschäftsführer der Lieblingsmakler GmbH & Co. KG. Ebenso bin ich Gründer der „ZUKUNFTSGESTALTER FÜR LEHRER“.

Neben dem Fachberater für Finanzdienstleistungen (IHK) bin ich qualifizierter Experte für Private Krankenversicherung, Dienstunfähigkeitsversicherung, Altersvorsorge und Baufinanzierung für Beamte.