Lehramtsstudium – welche Versicherungen du jetzt schon haben solltest.

vom 22.07.2020

Du hast dich entschieden Lehrer*in zu werden und startest gerade ins Studium oder steckst bereits mittendrin?

Wetten, dass du dir bisher eher keine Gedanken über deine Versicherungs- und Finanzangelegenheiten gemacht hast? Tatsächlich erscheint es auf den ersten Blick auch etwas untypisch, sich bereits so früh mit diesen Themen herumzuschlagen.

Lehramtsstudium – welche Versicherungen du jetzt schon haben solltest.

Wir erklären dir, weshalb du nur profitieren kannst, wenn du das Thema bereits während des Studiums angehst und um welche Versicherungsfragen du dich unbedingt jetzt schon kümmern solltest.

Gute Gründe

Ganz klar: Schicksalsschläge warten nicht, bis wir erwachsen werden. Je jünger man ist, desto unbeschwerter und unbesorgter erscheint uns das Leben. Und das soll natürlich auch so sein. Nichtsdestotrotz könnten auch heute schon eine schwere Erkrankung, ein folgenreicher Unfall oder eine unglückliche Entscheidung deine berufliche und private Zukunft nachhaltig gefährden.

Doch das ist nicht der einzige Grund. Denn neben der gewonnenen Sicherheit kannst du auch noch richtig viel Geld sparen. Äh, Moment … Geld sparen, indem du eine Versicherung abschließt, die du eigentlich noch gar nicht haben wolltest? Ja. Und das teilweise ein Leben lang! Wir erklären dir, wie es geht! Denn viele Versicherungen bieten dir ihre hochwertigen Produkte in der Studienzeit zu hervorragenden Konditionen an, von denen du ein Leben lang profitieren kannst.

1. Die Anwartschaft für deine private Krankenversicherung

Als Lehramtsstudent*in ist dein beruflicher Werdegang in der Regel relativ klar. Du wirst nach dem 1. Staatsexamen das Referendariat absolvieren und anschließend als Lehrer*in in den Schuldienst eintreten. Sobald du in den Vorbereitungsdienst eintrittst, wirst du in Thüringen auf Widerruf verbeamtet. Spätestens an diesem Punkt macht es für die meisten Sinn, in die private Krankenversicherung zu wechseln.

Also kann ich doch entspannt bis zum Referendariat warten – oder? Kannst du! Allerdings solltest du folgendes wissen: Deine private Krankenversicherung ist umso günstiger, je jünger du bei ihrem Abschluss bist. Und sie ist umso günstiger, je weniger gesundheitliche Vorgeschichte du im Gepäck hast. Die gute Nachricht ist, dass du bereits jetzt die Chance hast, dir dein junges Eintrittsalter und deinen Gesundheitszustand zu sichern.

Egal, ob du dich im Studium zukünftig mal wegen Prüfungsstress oder einem familiären Schicksalsschlag einige Tage krankschreiben lassen musst, dir beim Sport einen Kreuzbandriss zuziehst oder eine chronische Erkrankung oder Allergie diagnostiziert wird: was ab dem Zeitpunkt, an dem du die Anwartschaftsversicherung abschließt, auch immer passiert: die Versicherung darf dir hierfür beim Abschluss der privaten Krankenversicherung zu deiner Verbeamtung keine Risikozulage auferlegen.

Wenn dein Gesundheitszustand aktuell also tip top ist, solltest du dir diese Option unbedingt sichern. Nichts wäre schlimmer, als in 2 Jahren von der Versicherung abgelehnt oder mit hohen Risikozuschlägen bedacht zu werden, nur weil man nichts von der Anwartschaft wusste oder – noch schlimmer – einfach nur zu bequem war, sich damit zu befassen.

Wir zeigen dir hier mit einer simplen Rechnung, was dies finanziell für dich bedeuten könnte:

Versicherungsbeitrag mit 50 % Beihilfe-Anspruch: ca. 320 € im Monat

Erschwerniszuschlag wg. Vorerkrankungen: 30 %
320 € + 30 % = 416 € 96 € Mehrbeitrag monatlich
96 € x 12 Monate x 60 Jahre = 69.120 €

Gerechnet auf ein gesamtes Versicherten-Leben in der privaten Krankenversicherung werden schnell bis zu 70.000 € Mehrbeitrag fällig.

Bei der Entscheidung gegen die private Krankenversicherung müsstest du dich ab dem Zeitpunkt der Verbeamtung alternativ freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern. Die Beiträge hier lägen dann bei locker zwischen 600 und 800 €. Wir denken, die Modellrechnung hierzu können wir uns getrost sparen. ?

Bedenkt man dann noch, dass eine Anwartschaft schon extrem günstig, teilweise tatsächlich ab 1 € monatlich, zu erhalten ist, sollte die Frage nach dem Sinn einer solchen nicht mehr im Raum stehen. Besser kann man sein Geld kaum investieren. Startest du dann eines Tages ins Referendariat, musst du deine Anwartschaft nur noch aktivieren und schon hast du die passende private Krankenversicherung – simpel und schnell!

Die Anwartschaft lohnt sich also für absolut jeden, der aktuell gesund ist und in den vergangenen Jahren keine schweren Erkrankungen durchlebt hat. Wer Vorerkrankungen hat sollte dennoch gemeinsam mit einem Fachmann prüfen lassen, ob eine Anwartschaft für sie oder ihn möglich ist.

Wer zu viele oder schwere Vorerkrankungen im Gepäck hat und schon jetzt einen Zuschlag von über 30 % erhält, ist meist besser dran, wenn er oder sie mit dem Abschluss der privaten Krankenversicherung tatsächlich bis zu seiner Verbeamtung auf Probe wartet. Denn zu diesem Zeitpunkt müssen euch Verträge unter dem sogenannten Kontrahierungszwang angeboten werden, welche maximal 30 % Zuschlag verlangen dürfen.

2. Die Berufs­unfähigkeits­versicherung

Eine Berufs­unfähigkeits­versicherung ohne Beruf? Wie und warum sollte das denn sinnvoll sein? Gerade bei der Berufs­unfähigkeits­versicherung kannst du wesentlich davon profitieren, dass du dein Studium noch nicht abgeschlossen und somit deinen Zielberuf Lehrer noch nicht ergriffen hast.

Neben der Tatsache, dass auch die Berufs­unfähigkeits­versicherungsbeiträge umso günstiger sind, je jünger du bei Versicherungsabschluss bist und je weniger Vorerkrankungen du vorzuweisen hast, spielt nämlich die Einordnung in die Berufsgruppe eine ganz wesentliche Rolle für die Kosten deiner Versicherung.

Leider stehen Lehrer*innen nicht gerade ganz oben auf der „Wunschliste“ der Versicherungsgesellschaften. Da Lehrer*innen deutlich häufiger berufsunfähig werden als andere Berufsgruppen und für die Versicherer somit ein schlecht kalkulierbares Risiko darstellen, bekommen sie in der Risikoeinstufung bei den meisten Gesellschaften die Berufsgruppe 3 und somit die zweitschlechteste Berufsgruppe zugeordnet. Damit steigt der Preis für die Berufs­unfähigkeits­versicherung ab dem Tag, an dem du den Lehrerberuf ergreifst oder sogar bereits mit deiner Studienwahl.

Es gibt jedoch Gesellschaften, welche die Studierende pauschal und unabhängig ihres Studienganges in die Berufsgruppe 1 einordnen. Der Beitragsunterschied, welcher sich hieraus für dich als Student*in ergibt und welchen du bis zu deiner Rente beibehältst, liegt in diesem Fall bei bis zu 50 %. Was dies z.B. bei einem monatlichen Beitrag von 30 statt 60 € ausmacht, kannst du dir selbst ausrechnen. Somit zieht auch im Falle der Berufs­unfähigkeits­versicherung wieder das finanzielle Argument.

Interessant ist allerdings auch, dass viele Versicherungs­gesellschaften Berufsunfähigkeit für Lehrer*innen nur bis zum 60. oder gar 55. Lebensjahr versichern. Was aber, wenn du es in den letzten Berufsjahren aus gesundheitlichen Gründen einfach nicht mehr schaffst? Klingt nicht allzu unwahrscheinlich, oder? Auch aus diesem Grund ist es daher sinnvoll, sich bereits als Studierende*r versichern zu lassen. So erhältst du garantiert bis zum Eintritt in die Pension den vollen Versicherungsschutz.

Experten-Tipps:

3. Die Privathaftpflichtversicherung

Eine Privathaftpflichtversicherung schützt dein Privatvermögen für den Fall, dass du eine Dritte Person schädigst. Dies passiert schneller als du denkst und kann, im Falle, dass ein größerer Schaden eintritt, wie etwa eine ausgebrannte Wohnung oder eine schwere körperliche Verletzung und Beeinträchtigung, deine finanzielle Existenz schlimmstenfalls völlig ruinieren. Denn deine private Haftung kennt keine finanzielle Obergrenze. Das möchte man sich lieber nicht vorstellen!

In der Regel sind Studienanfänger noch in der Privathaftpflichtversicherung ihrer Eltern mitversichert. Ist dies für dich nicht mehr der Fall, solltest du jedoch unbedingt eine eigene Versicherung abschließen. Diese sind nicht teuer, im Notfall aber unbezahlbar wichtig.

Ob du selbst noch bei deinen Eltern mitversichert sein könntest, oder du womöglich selbst eine Versicherung abschließen musst, kannst du an der folgenden Grafik erkennen.

Lehramtsstudium – welche Versicherungen du jetzt schon haben solltest.

Fazit

Wir Zukunftsgestalter für Lehrer lösen jetzt Probleme, die noch gar nicht entstanden sind. Schon heute denken wir an deine Sicherheit und finanzielle Freiheit in der Zukunft.

Alle oben genannten Versicherungen sind für dich zu moderaten Preisen zu bekommen. Was du damit für die Zukunft gewinnst, ist jeden Cent mehr als wert. Wie wäre es also, wenn du z.B. die 20 € Taschengeld von Oma jeden Monat wirklich sinnvoll investierst oder deine Eltern um Unterstützung für diese gute Sache bittest? Wir sind ziemlich sicher, dass jede*r einen Weg finden kann, sich diese Sicherheit und große Geldersparnis für die Zukunft zu leisten.

Gerne helfen wir dir dabei, dir die günstigen Konditionen mit so wenig Aufwand wie möglich zu sichern. Wir freuen uns auf deine Beratungsanfrage.

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